|
Lithium-Batterien, primär |
| Drucken | |
Aufgrund seiner physikalischen und chemischen Eigenschaften ist Lithium idealerweise als Elektrodenmaterial für Batterien geeignet. Es zeichnet sich dadurch aus, da es das höchste negative Standardpotential und das höchste elektrochemische Äquivalent aller Metalle besitzt. Gleichzeitig ist es aber auch sehr bindungsfreudig, was die Verarbeitung und den Umgang mit Lithium sehr aufwändig macht. Heute finden wir viele verschiedene Primärbatterie-Systeme auf Lithium Basis. Hier stellen wir unsere Industriebatterien in Lithium-Mangandioxid und Lithium-Thionylchlorid vor.
Lithium-Mangandioxid (Li-MnO2) gehört mit zu den ersten Batterie- systemen mit Lithiumfestkathodensystem, die industriell gefertigt wurden.
Heute finden wir hauptsächlich Zellen in Bobbin- und Wickeltechnik, sowie Knopfzellen und den 9Volt Block. Die Energiedichte beträgt etwa 200 / 300 Wh/kg. Aufgrund der Bauart ist der Innenwiderstand höher als bei anderen Lithium Batterien.
Die Lithium-Thionylchlorid (Li-SOCl2) Batterien besitzen die höchste Energiedichte aller Lithiumbatteriesysteme von bis zu 500Wh/kg. Heute gehören diese Batterien zu den zuverlässigsten Energiequellen im Schwachlastbereich.
Die gebräuchlichste Bauform ist die zylindrische Zelle.
Wichtige Eigenschaften:
- Hohe und stabile Leerlauf- und Arbeits-
spannung
- Vielfältiger Entladestrombereich (einige
Microampere bei LiMnO2 bis 10A Pulsstrom bei Lithium-Schwefeldioxid)
- Hoher Arbeitstemperaturbereich je nach Typ
60 °C bis +85 °C
- Geringe Selbstentladerate
- Hohe Gebrauchsdauer, typischerweise
5 Jahren bis 15 Jahren
- Hohe Energiedichte
- Viele Typen unterliegen nicht den
Transportbeschränkungen
|